UNIVERSITÄT OSNABRÜCK

FRÜHER KULTURZENTRUM

Seit dem 16. Mai 1931 befand sich eine Gemäldegalerie in dem Hauptgebäude des Osnabrücker Schlosses, die vom Städtischen Museum genutzt wurde. Das Werk K 33, eine Leihgabe von v-g, wurde 1932 von Geheimrat Reinecke ohne Wissen des Museumsdirektors Dr. Gummel zeitweilig entfernt. Das Bild wurde später von einer NS-Kommission als entartetes Werk beschlagnahmt und ist bis heute verschollen.

 

Friedrich Vordemberge-Gildewart, Komposition K33, 1927, verschollen, aus Friedrich Vordemberge-Gildewart.. Zum 100. Geburtstag, S. 80
Friedrich Vordemberge-Gildewart, Komposition K33, 1927, verschollen, aus Friedrich Vordemberge-Gildewart.. Zum 100. Geburtstag, S. 80

 

v-g, der seit seiner Aufnahme in die avantgardistischen Kreise in Hannover in den 20er Jahren als konkreter Maler an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen hatte, setzte nach dem Krieg, den er im niederländischen Exil überlebte, sein künstleriches Werk erfolgreich fort. Zudem nahm er an der Academie van beeldende Kunsten in Rotterdam einen Lehrauftrag zum Thema "Farbe als raumbildendes Element in der Architektur" an.

Dieses Engagement in der Vermittlung seiner Kunst-und Gestaltungsauffassung führte ihn

Ende November 1954 im Rahmen einer deutschlandweiten Vortragstournee zu seinem Lehrauftragsthema nach Osnabrück. In der Raumgestaltung dürfe die Farbe "niemals als selbstverherrlichung auftreten, niemals isolieren, sondern muss das ganze umschließen“. Diese neue Schwerpunktsetzung seiner Arbeit trug im entscheidenden Maße zu seiner Berufung an die Ulmer Hochschule für Gestaltung bei. Von 1954 bis 1962 lehrte v-g dort als Leiter der Abteilung für visuelle Kommunikation.

 

 

Hinweis Cache:

Der Cache ist von eisernen Stelen umgeben.